Roulette Grundlagen meistern ist der erste Schritt zum Roulettemeister

Roulette nicht nur verstehen sondern leben

Welche Roulette Regeln gibt es?

Roulette wird heute weltweit mit nur wenigen Ausnahmen nach den gleichen Regeln gespielt. Es gilt als eines der fairsten Spiele mit der höchsten Auszahlungsquote. Allerdings können Spieler das Ergebnis nicht beeinflussen, es handelt sich um ein reines Glücksspiel.

Wie sieht ein klassischer Roulettetisch aus?

Im klassischen französischen Roulette wird an einem Doppeltisch gespielt. In der Mitte befindet sich der Zylinder. Der Roulettekessel (Cylindre) ist in der Regel aus Holz gefertigt und besteht aus 37 gleichgroßen und geeichten Kammern mit den Zahlen 0-36. Dieser Bereich wird auch als „Cuvette“ bezeichnet und würde früher aus Elfenbein gefertigt. Heute ist Plastik wesentlich gebräuchlicher.

Die Zahlen sind weder fortlaufend noch zufällig angeordnet, sondern richten sich nach den Berechnungen des französischen Mathematikers Blaise Pascal.

Die normierte Abfolge lautet nach den weltweit gültigen Roulette Regeln: 0, 32, 15, 19, 4, 21, 2, 25, 17, 34, 6, 27, 13, 36, 11, 30, 8, 23, 10, 5, 24, 16, 33, 1, 20, 14, 31, 9, 22, 18, 29, 7, 28, 12, 35, 3 und 26.

Dabei wechseln sich rote und schwarze Zahlen ab. Eine Ausnahme bildet die Null, die grün gefärbt ist.

Die Kugel besteht heute häufig aus Teflon oder Plastik. Früher bestand auch sie aus Elfenbein. Sie wird vom Croupier in den Kessel geworfen. Zuvor hat er die Roulette-Scheibe in die entgegengesetzte Richtung in Bewegung gesetzt. Durch Zentrifugalkräfte wird die Kugel an den äußeren Rand gedrückt. Wenn die Geschwindigkeit nicht mehr ausreicht, nähert sie sich in Spiralform der Mitte. Bevor sie in ein Fach fällt, bremsen kleine rautenförmige Metallblöcke ihren Lauf unvorhersehbar ab.

Diese Zahlen finden sich in fortlaufender Reihenfolge auf einem grünen Tuch (Tapis) wieder, mit dem der gesamte Tisch bespannt ist. Außerdem sind auf ihm noch weitere Setzmöglichkeiten je nach der Art des Roulettes zu finden, die die Gewinnchancen beim Roulette erhöhen. Beim klassischen französischen Roulette findet sich dieses Tableau an beiden Seiten des Zylinders.

Für das klassische Roulette an einem Doppeltisch sind deswegen acht Mitarbeiter notwendig. Jede Tischhälfte ist einem Chef de table anvertraut, der seine „Equipe“ leitet und Unstimmigkeiten regelt. Seine „Equipe“ besteht aus einem Croupier am Kopfende des Tisches und zwei weiteren Croupiers in der Nähe des Kessels. Genauso wie das Tableau ist auch die Mitarbeiterzahl verdoppelt, sodass insgesamt 6 Croupiers und 2 Chefs du table einen Doppeltisch betreuen.

Solche Doppeltische sind jedoch immer seltener anzutreffen. Meistens wird Roulette in Casinos inzwischen an Einfachtischen gespielt, die nur aus einem Tableau bestehen. Der Zylinder befindet sich hier am Kopfende des Tisches und es werden weniger Mitarbeiter benötigt.

Roulette Infografik Spielregeln

Roulette Fakten

Wie ist der Spielablauf beim Roulette?

Zu Beginn eines Spieles, dass auch „Coup“ genannt wird, bittet der Croupier die Spieler mit der Aufforderung „„Faites vos jeux!“ („Machen Sie Ihr Spiel“) ihre Einsätze zu machen. Diese können den Croupier bitten, die Jetons für sie zu legen. Dafür müssen sie ihm die entsprechenden Zahlen nennen (annoncieren).

Die Regeln erlauben jedoch auch, dass die Spieler die Jetons, die auch als „Stücke“ bezeichnet werden, auch selbst auf die entsprechenden Felder legen können.

An den meisten Roulettetischen besteht ein Mindest- und ein Höchsteinsatz, der sich in den verschiedenen Casinos und von Tisch zu Tisch unterscheiden kann.

Wenn der Croupier der Meinung ist, dass genügend Einsätze platziert worden sind, setzt er die Roulettescheibe in Bewegung und wirft die Kugel in die entgegengesetzte Richtung in den Zylinder. Nach den Roulette Regeln dürfen die Spieler noch solange setzen, bis der Croupier mit „Rien ne va plus!“ („Nichts geht mehr“) anzeigt, dass keine weiteren Einsätze akzeptiert werden.

Wenn die Kugel in ein Fach fällt, nennt der Croupier die Gewinnzahl, deren Farbe und welche Wettmöglichkeiten ebenfalls gewonnen haben. Anschließend zeigt er mit seinem Rechen (Rateau) auf das Feld der Gewinnzahl, zieht die „Masse“, also die verlierenden Einsätze ein, und zahlt anschließend alle Gewinne aus.

Welche Wettmöglichkeiten bietet Roulette?

Wer Roulette spielen möchte, hat verschiedene Setzmöglichkeiten zur Auswahl. Dabei wird zwischen einfachen und mehrfachen Chancen unterschieden.

Die einfachen Chancen werden in der Regel am häufigsten gespielt. Sie teilen 36 Felder in zwei Teile auf. Die Null bleibt dabei unberücksichtigt und sichert so der Bank einen Vorteil.  Lediglich alle Zahlen, die durch die klassischen Roulette Farben  Rot und Schwarz gekennzeichnet sind, werden hierbei abgedeckt.  Im Erfolgsfall erhält der Spieler seinen Einsatz verdoppelt zurück. Die Bank zahlt dabei allerdings den einfachen Einsatz und den Einsatz aus, weswegen diese Möglichkeiten als „einfache Chancen“ bezeichnet werden.

Die Möglichkeiten sind:

  • Rouge (Rot) und Noir (Schwarz)
  • Impair (ungerade Zahlen) und Pair (gerade Zahlen)
  • Manque (niedrige Zahlen) und Passe (hohe Zahlen)

Die Gewinnwahrscheinlichkeit liegt hier bei 18/37, also rund 48, 6 %. Die fehlenden 1,4 % entstehen durch die Null, die von keiner der Möglichkeiten abgedeckt wird.

Bei den mehrfachen Roulette Chancen gibt es wesentlich mehr Möglichkeiten:

Den einfachen Chancen am ähnlichsten sind Douzaines und Colonnes, die jeweils in drei Dutzende aufgeteilt sind und eine Auszahlungsquote von 2:1 bieten. Die Gewinnchancen liegen bei 12/37. Die Benennung der Douzaines richtet sich nach der Höhe der Zahlen. 12P, Premier, deckt die Zahlen 1-12 ab, 12M, Milieu die Zahlen 13-24 und 12D, Dernier die Zahlen 25-36.

Die Colonnes lassen sich hingegen vom Tableau ablesen. Die Zahlenreihen befinden sich vom Kessel aus gesehen in Längsrichtung untereinander und werden nach ihrer letzten Zahl benannt. Die Colonne 34 umfasst demnach die Zahlen 1, 4, 7, 10, 13, 16, 19, usw. bis zur 34. Die Colonne 35 beginnt bei 2 und endet mit der 35 und bei der Colonne 36 ist die 3 die erste Zahl und die 36 die letzte.

 

Roulette Setzmöglichkeiten

Roulette Setzmöglichkeiten

 

Weitere mehrfache Chancen:

  • Plein beschreibt das Setzen auf eine einzige Zahl. Die Gewinnchance beträgt hier 1/37, die Auszahlungsquote beträgt 35:1. Nach den ungeschriebenen Casino Roulette Regeln gilt jedoch folgendes: Bei einem Gewinn durch Plein ist es üblich, dem Croupier ein Stück (also ein Jeton) als Trinkgeld zu geben. Hierfür steht der Tronc bereit, aus dem die Angestellten eines Casinos einen teils erheblichen Teil ihres Gehaltes erhalten.
  • Beim Cheval werden zwei Zahlen gleichzeitig mit einem Jeton gespielt. Dafür wird das Stück auf die Verbindungslinie der Zahlen gelegt. Die Auszahlungsquote ist 17:1, die Gewinnchancen 2/37.
  • Carré deckt hingegen vier Zahlen ab. Der Jeton wird dafür so auf das Spielfeld gelegt, dass sich sein Mittelpunkt an der Stelle befindet, an den sich die vier Zahlenfelder berühren. Annonciert der Spieler lieber, als selbst zu platzieren, nennt er erst das Wort „Carré“, und dann die kleinste und größte Zahl. Eine Unterform hier von ist Les quatre premiers, die die Zahlen 0, 1, 2 und 3 abdecken. Die Auszahlungsquote ist 8:1, die Gewinnchance beträgt 4/37.

Transversalen sind für Roulette Anfänger häufig am schwersten zu verstehen. Bei der Transversale pleine werden drei Zahlen bespielt, die sich in einer Querreihe befinden. Dafür wird der Jeton auf die Außenlinie dieser Reihe gelegt. Die Auszahlungsquote beträgt 11:1 und die Gewinnchancen liegen bei 3/37. Die Transversale simple beschreibt das Setzen auf sechs Zahlen zweier benachbarter Querreihen des Tableaus, also beispielsweise 16, 17, 18, 19, 20 und 21. Hier ist die Auszahlungsquote 5:1 und die Gewinnchance beträgt 6/37. Der Jeton muss hier so auf die Außenlinie gelegt werden, dass es sich in beiden Reihen befindet.

Weitere Variationen kommen durch Kesselspiele hinzu. Hierbei wird auf benachbarte Fächer im Zylinder gesetzt. Es wird zwischen Voisins, Zéro-Spiel, Große und Kleine Serie und Les orphelins unterschieden. Sie können zwischen vier und 17 Zahlen umfassen und decken zusammen den gesamten Kessel ab. Sie werden in der Regel annonciert und sind erst dann gültig, wenn der Croupier die Annonce wiederholt.

Ebenfalls beliebt sind die Finalen. Sie decken die Zahlen jeweils in 10er Schritten ab. Ein Beispiel wäre 1, 11, 21 und 31. Auch Chevaux-Finalen sind möglich. Eine typische Zahlenreihe hierfür wäre 1/4, 11/14, 21/24 und 31/34.

Was passiert beim Roulette, wenn die Kugel auf Null fällt?

Zuerst wird die Null so behandelt, wie alle anderen Zahlen auch. Das heißt, die Einsätze, die auf der Null liegen, werden nach den französischen Roulette Regeln vervielfacht und ausgezahlt. Alle anderen mehrfachen Chancen verlieren und werden eingezogen.

Eine Besonderheit gibt es jedoch bei den einfachen Chancen. Sie gehen – zumindest beim klassischen französischen Roulette – „en prison“, d. h., sie werden gesperrt. Wenn der Einsatz nun beim nächsten Coup gewinnt, erhält der Spieler ihn zurück – allerdings ohne einen zusätzlichen Gewinn.

Weitestgehend unbekannt ist das Recht des Spielers, seinen gesperrten Einsatz auf jede beliebige andere einfache Chance zu verlegen. Der Einsatz bleibt dabei allerdings nach wie vor gesperrt.

Der Spieler hat jedoch, wenn die Kugel auf null fällt, auch die Chance, die Hälfte seines Einsatzes zurück zu bekommen. Dazu muss er die Worte „„Partagez la masse, s’il vous plaît“  äußern. Die andere Hälfte wird jedoch eingezogen. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht möglich, wenn der Einsatz nicht mindestens das Doppelte des Minimums beträgt.

Welche Unterschiede gibt es beim Roulette?

Die hier beschriebenen Spielregeln beim Roulette, die Auszahlungsquote und die Gewinnchance richten sich nach dem klassischen französischen Roulette. Zum American Roulette finden sich wichtige Unterschiede. Deswegen gilt als einer der Roulette Tricks für Anfänger, mit dem europäischen oder französischen Roulette zu beginnen.

Unterschiede beim American Roulette

  • Der Tisch ist wesentlich kleiner. Deswegen können alle Spieler ihre Einsätze problemlos selbst verteilen. Das beschleunigt das Spiel erheblich.
  • Der Croupier zeigt nicht mit dem Rechen auf die Gewinnzahl, sondern verschiebt eine kleine Metallfigur, die auch Dolly genannt wird, dorthin.
  • Alle Wettmöglichkeiten sind ins Englische übersetzt.
  • Alle Ansagen werden in englischer Sprache gemacht.
  • Bei einem Plein wird kein Tronc fällig.
  • Es gibt persönliche Chips, die die Spieler mit einem individuellen Wert belegen können.

Der wichtigste Unterschied: die Doppelnull

  • Der Zylinder enthält durch die American Roulette Regeln eine zusätzliche Einkerbung, die Doppelnull. Damit verringern sich die Gewinnchancen der Spieler erheblich. Diese doppelte Null war übrigens auch im ursprünglichen französischen Roulette vorhanden, wurde jedoch erstmals in Bad Homburg zugunsten der Spieler abgeschafft.
  • Wenn die Kugel auf die Null fällt, wird die Hälfte der Einsätze eingezogen.

Daraus ergibt sich, dass das französische Roulette für die Spieler vorteilhafter als das amerikanische ist. Die einzige Ausnahme ist das Setzen auf eine einzelne Zahl. Dadurch, dass der Tronc wegfällt, ist der Spieler beim amerikanischen Roulette leicht im Vorteil. Eine Roulette Strategie, die auf Plein setzt, ist also für das American Roulette geeigneter als für das europäische.

Infografik Unterschied American European

Wie unterscheiden sich französisches und europäisches Roulette?

Der einzige Unterschied zwischen dem europäischen und französischen Roulette ist die Sprache. Beim französischen Roulette ist das Tableau auf Französisch und auch die Ansagen werden in der Muttersprache des Roulettes getätigt.

Das europäische Roulette wird hingegen in der jeweiligen Landessprache gespielt und auch das Spielfeld ist dementsprechend angepasst.

Logo
Login/Register access is temporary disabled
Compare items
  • Total (0)
Compare
0
Zur Werkzeugleiste springen