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Roulette Infos für Einsteiger

Roulette ist wohl das Casino-Spiel schlechthin. Kein Spielcasino der Welt kommt ohne Roulettetische aus und wohl kaum ein anderes Spiel versprüht die typische Atmosphäre von Spielbanken auf ähnlich prägnante Weise. Auf Anfänger wirkt Roulette häufig komplizierter als es eigentlich ist. Auch wenn das Spiel für Profi-Spieler eine Wissenschaft für sich ist, können Einsteiger die Grundzüge leicht verstehen. Wer Angst vor Verlusten aufgrund seiner Unwissenheit hat, kann beruhigt werden: Mathematiker sind der Meinung, dass Roulette nicht überlistet werden kann. Die Gewinnchancen sind deswegen für jeden gleich hoch. Dennoch empfiehlt sich bei der Höhe der Einsätze durchaus Vorsicht walten zu lassen.

Welche Möglichkeiten zu setzen gibt es?

Beim Roulette wird vor allem zwischen einfachen und mehrfachen Chancen unterschieden. Die einfachen Chancen sind Schwarz (Noir) und Rot (Rouge), Gerade (Pair) und Ungerade (Impair) und Niedrig (Manque) und Hoch (Passe). Bei jeder Chance dieser Art setzt der Spieler auf eine Eigenschaft, die von 18 der 37 Zahlen auf dem Roulette-Tableau erfüllt wird. Lediglich die Null kann er mit dieser Setzweise niemals abdecken. Die meisten Spieler setzen dennoch auf einfache Chancen, da dort das Verhältnis von Einsatz und Gewinnchancen aufgrund des Zéro-Vorteils am besten ist. Das liegt daran, dass Wetten auf einfache Chancen im Durchschnitt zur Hälfte zurückgezahlt werden, wenn die Null fällt.

Bei den mehrfachen Chancen ist es weniger wahrscheinlich, dass der Spieler mit seiner Wette Erfolg hat, allerdings steigt auch die Gewinnhöhe an, je geringer die Gewinnchancen sind. Beliebt ist vor allem das Setzen auf die drei Drittel (Douzaines), das Wetten auf Einzelzahlen (Plein) und auf die Kolonnen (Colonnes), bei denen das Tableau die Zahlen ebenfalls in drei gleich große Zahlenmengen teilt. Auch das Setzen auf zwei (Cheval), drei (Transversale pleine) und vier Zahlen (Carré) ist möglich.

Die Zahlen sind im Kessel nicht nach ihrer bekannten aufsteigenden Reihenfolge angeordnet. Wer die Ordnung im Kessel in seine Wette einbeziehen möchte, kann jedoch durch sogenannte Kesselspiele speziell auf im Zylinder benachbarte Zahlen setzen. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich vor allem dann, wenn physikalische Gegebenheiten ausgenutzt werden sollen. Dies ist beispielsweise beim Kesselgucken oder Wurfweitenspiel der Fall. Für Anfänger ist diese Art des Wetteinsatzes jedoch eher irrelvant.

 

Welche Roulettespiele gibt es?

Das klassische Roulette hat in Frankreich seine Blütezeit erlebt. Deswegen ist in jedem Spielcasino ein französischer Roulettetisch zu finden. Der Hauptunterschied zum europäischen Roulette ist die Sprache auf dem Tableau und der Croupiers. Bei beiden Roulettearten gibt es nur eine Null, was sich im Vergleich zum amerikanischen Roulette wesentlich auf die Gewinnchancen der Spieler auswirkt. Fällt die Null, hat der Spieler außerdem verschiedene Möglichkeiten, wenn er zuvor auf eine einfache Chance gesetzt hat. Sein Einsatz ist dann gesperrt (en prison). Das bedeutet, dass er sich entweder den halben Betrag auszahlen lassen kann, oder den gesamten Betrag in der nächsten Runde erneut einsetzt. Dabei ist es egal, ob er erneut auf die gleiche Chance setzt, oder eine andere wählt. Gewinnt der Spieler, erhält er seinen Beitrag ohne Verdoppelung zurück.

Das amerikanische Roulette unterscheidet sich vom europäischen und französischen Roulette zwar nur wenig, allerdings sind diese Abweichungen für die Gewinnchancen des Spielers bedeutend.

Das amerikanische Roulette

  • Ist wesentlich kleiner, sodass die Spieler ihre Einsätze selbst auf dem Spieltisch platzieren.
  • Zeichnet sich deswegen auch durch eine schnellere Spielfolge aus.
  • Verfügt über die berüchtigte Doppelnull, die den Bankvorteil verdoppelt.
  • Benutzt zur Anzeige der getroffenen Zahl eine kleine Metallfigur, die auch „Dolly“ genannt wird.
  • Kommt im Gegensatz zum französischen Roulette ohne Tronc aus. Bei der französischen oder europäischen Version ist es üblich, dem Croupier ein Stück Trinkgeld zukommen zu lassen, wenn eine einzelne Zahl getroffen wird.

Der wichtigste Unterschied für die Spieler ist jedoch fraglos die Doppelnull. Roulette ist ein reines Glücksspiel und die Bank gewinnt aufgrund der Null langfristig gesehen immer. Dadurch, dass sie in den einfachen und den meisten mehrfachen Chancen nicht vorkommt, sind die Spieler gegenüber der Bank benachteiligt. Die Wahrscheinlichkeit „Rot“ zu treffen, beträgt beim französischen Roulette beispielsweise 18/37, also 48,65 %, weil die Null dabei nicht abgedeckt wird. Die Gewinnquote berechnet sich jedoch so, als wäre die Null nicht dabei. Während dies beim französischen Roulette einen Vorteil von 2,7 % für die Bank ausmacht, verfügt das amerikanische Roulette gleich über zwei Nullen, von denen eine auch Doppelzéro genannt wird. Dadurch erhöht sich der Bankvorteil auf 5,4 %. Lediglich das Spielen auf einzelne Zahlen ist aufgrund des wegfallenden Tronc im Vergleich zum klassischen Roulette leicht im Vorteil.

Spieler sollten nach Möglichkeit also auf das American Roulette verzichten und stattdessen das französische wählen. Das gilt jedoch vor allem für Online Roulette und in den USA. In europäischen Spielcasinos ist das amerikanische Roulette häufig an das französische Roulette angepasst, sodass es auch hier nur eine Zéro gibt und der Einsatz zur Hälfte ausgezahlt wird, wenn diese fällt.

 

Welche Möglichkeiten Roulette zu spielen gibt es?

Zuallererst ist natürlich das klassische Spiel im Casino zu nennen. Nur hier können Spieler die aufregende und authentische Atmosphäre genießen. Gerade für Neugierige und Gelegenheitsspieler ist die Spielbank die richtige Wahl. Las Vegas, Monte Carlo oder auch Baden-Baden sind außerdem für Touristen sehenswert und ein Aufenthalt in diesen Städten ist ohne einen Besuch der Spielbank nicht vollständig. Das Spielen im Casino ist auch deswegen so reizvoll, weil die soziale Interaktion einmalig ist. Feine Abendkleidung, das Gewimmel um die Spieltische und die unterschiedlichsten Charaktere machen das Roulette Spielen im Casino zu einem Erlebnis.

Eine weitere Möglichkeit ist die Spielothek, wo Roulette an Automaten angeboten wird. Mit der Atmosphäre eines richtigen Casinos und eines realen Roulettetisches kann dieses Angebot jedoch natürlich nicht mithalten. Es eignet sich eher als Alternative zu den anderen Automatenspielen und ist mit richtigem Roulette nicht vergleichbar.

Die dritte Möglichkeit ist das Online Roulette. Hier verzichten Spieler auf die Atmosphäre, müssen allerdings für das Spiel nicht das Haus verlassen und können mit niedrigeren Einsätzen oder gar ohne Echtgeld spielen. Online Roulette eignet sich deswegen am besten für Spieler, die regelmäßig ihre Einsätze platzieren wollen, ohne dafür ein Casino besuchen zu wollen. Auch für „Trockenübungen“ bevor Spieler zum ersten Mal in die Spielbank gehen, oder um ein Roulette System zu testen, ist Online Roulette hervorragend geeignet. Allerdings fehlt hier die soziale Interaktion fast vollständig oder findet nur über Chats statt. Zusammen damit, dass der Spieler sich in einer ihm gewohnten Umgebung befindet, fehlt häufig das typische Gefühl, das Glücksspiele vor Ort auslösen können.

Eine Zwischenlösung stellen Live Casinos dar. In ihnen setzt der Spieler Echtgeld auf tatsächlich stattfindende Spiele, die per Stream übertragen werden. Live Roulette ist eher in der Lage, die typische Casino-Atmosphäre einzufangen, auch wenn es natürlich nicht ganz an das Original heranreicht.

Grundsätzlich gilt, dass Spieler dort spielen sollten, wo sie sich am wohlsten fühlen. Die verschiedenen Möglichkeiten auszuprobieren bedeutet letztlich auch, Erfahrungen zu sammeln und sich und das Spiel besser kennenzulernen.

Beim Online Roulette sollten sich Interessenten jedoch auch darüber im Klaren sein, dass er sich bei den meisten Spielcasinos in einer rechtlichen Grauzone bewegt. Zwar gibt es durchaus seriöse Anbieter, die in Malta oder der Karibik lizensiert sind, allerdings kann der Spieler nicht auf die Unterstützung der deutschen Gerichte hoffen, wenn Komplikationen mit der Auszahlung auftreten.

 

Gibt es Roulette Systeme für Anfänger?

Roulette Strategien haben das Ziel, die Gewinnchancen durch bestimmte Satztechniken zu erhöhen. Anfänger können sich mit den verschiedenen Systemen natürlich beschäftigen, allerdings ist dies gerade zu Beginn eher sinnlos. Bislang ist keine Roulette Strategie öffentlich bekannt, die einen regelmäßigen Gewinn garantieren könnte. Mathematiker sind ohnehin der Meinung, dass das Roulette nicht überlistet werden kann und das Wälzen von Permanenzen (die bereits getroffen Zahlenabfolge eines Tisches) und Strategien deswegen sinnlos ist.

Allerdings kann niemand völlig ausschließen, dass es eine funktionierende Strategie gibt. Sie würde dann jedoch eine umfassende Beschäftigung mit dem Roulettespiel notwendig machen. Dazu gehört auch, die Strategie ausreichend „trocken“ zu testen. Eine weitere Möglichkeit besteht im Ausnutzen von Unregelmäßigkeiten beim Kessel, der dann keinen kompletten Zufall mehr generieren könnte. Auch einen solchen Tisch zu finden würde jedoch sehr viel Zeit und eine computergestützte Analyse erfordern. Die wenigen Ansätze, die einen dauerhaften Erfolg in greifbare Nähe rücken lassen, sind nur mit großem Aufwand spielbar. Sie erfordern nicht nur sehr viel Hintergrundwissen, sondern zeichnen sich auch durch äußerst seltene Einsätze aus. Deswegen sind sie nicht dafür geeignete, wenn Spieler Roulette zum Spaß spielen möchten.

Anfänger sollten sich deswegen nicht zu viel von kostenpflichtigen Roulette-Strategien versprechen und diese höchstens dazu nutzen, ein Gespür für das Spiel zu bekommen und etwas strategischer zu spielen.

Vorsicht ist übrigens dann geboten, wenn in Strategien regelmäßige Verdopplungen vorkommen. Solche Techniken führen selten zum Erfolg und bringen dann nur einen geringen Gewinn. Zudem führen sie schnell zu einem Totalverlust und die Spieldauer ist sehr kurz. Vorsichtiges Erhöhen sorgt zwar für weniger Nervenkitzel, ist jedoch auch erfolgsversprechender.

Anfänger sollten sich also nicht auf Strategien und Systeme versteifen, sondern erst einmal das Roulettespiel besser kennenlernen und dabei möglichst viel Spaß haben. Wer dann so begeistert ist, dass Roulette sein Hobby wird, kann sich anschließend immer noch den Kopf darüber zerbrechen, wie er seine Gewinne maximieren kann.

Weiter Tipps für Roulette-Einsteiger

  • Limit setzen und einhalten

Nicht nur wer zum ersten Mal in einem Spielcasino ist, unterschätzt die nervliche Herausforderung. Dass Spieler weiter setzen, obwohl sie bereits eine große Menge Geld verloren haben, ist beileibe keine Seltenheit. Damit ein Verlust nicht all zu sehr schmerzt, sollte der Verlust des gesamten Spielkapitals nicht all zu viel ausmachen. Vor der Überschreitung dieses Limits schützen Spieler sich am Besten, indem sie Kreditkarten und weiteres Bargeld zuhause lassen.

  • Mit einem kleinen Einsatz beginnen

Auf diese Weise sollten nicht nur Anfänger Roulette spielen, auch Profis halten sich in den meisten Fällen daran. Es ermöglicht, ein Gefühl für das Spiel zu bekommen und einzuschätzen, ob der Abend erfolgreich verlaufen wird. Wer zu schnell zu viel setzt, gerät schnell unter Druck und beendet das Spiel möglicherweise weit schneller als geplant.

  • Respektvolles Verhalten

Roulette ist zwar eines der geselligsten Casinospiele überhaupt, allerdings sollten Spieler anderen Anwesenden keine Gespräche aufzwingen. Gar nicht gerne gesehen ist es, wenn Spieler Croupier oder Technik für Verluste verantwortlich machen. Spieler schützen auch sich selbst, wenn sie auf zu viel Alkohol verzichten, da dieser die Risikofreudigkeit erheblich steigert. Außerdem sollten Roulettespieler immer die Anweisungen des Croupiers beachten. Nach dem Wurf werden die Jetons grundsätzlich nicht mehr berührt oder gar noch gesetzt. Sonst geraten Spieler schnell in den Verdacht, dass sie betrügen, und können des Hauses verwiesen werden.

 

Wie erfolgreich Roulette spielen?

Die meisten Roulette-Spieler bemerken schnell, dass der Bankvorteil nur schwierig umgangen werden kann. Wer sich näher mit der Materie beschäftigt, stellt fest, dass Roulette Tipps nicht in der Lage sind, dauerhaften Gewinn beim Roulette zu garantieren. Die folgenden Überlegungen helfen jedoch dabei, langfristig erfolgreicher zu spielen.

  1. Masse Egale oder Progression?

Der Bankvorteil ist auch bei einfachen Chancen nicht von der Hand zu weisen. Rein mathematisch ist es unmöglich, beim Roulette dauerhaft zu gewinnen. Deswegen sind viele Spieler der Meinung, dass ein Gewinn nur dann erzielt werden kann, wenn der Spieler Progression nutzt. Auf diese Weise soll der Nachteil der geringen Gewinnwahrscheinlichkeit damit umgangen werden, dass aufgrund der Erhöhung des Einsatzes weniger Chancen getroffen werden müssen, um Angriffe letztlich mit einem positiven Saldo abzuschließen.

Andere Spieler schätzen wiederum das Spiel mit gleichbleibender Masse und sind der Meinung, dass Roulette Systeme nichts wert sind, wenn sie nicht in der Lage sind, bei gleichbleibendem Einsatz positiv abzuschließen. Da eine Roulette Strategie, die nur auf die Progression aufbaut, immer scheitern kann, ist dieses Argument nicht von der Hand zu weisen. Eine Masse-Egale-Strategie ist zudem wesentlich risikoärmer, führt jedoch selten zu hohen Tagesgewinnen.

Um Masse Egale erfolgreich spielen zu können, ist es notwendig, Chancen häufiger zu treffen, also die Gewinnwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Masse Egale-Spieler finden sich deswegen vor allem unter den Kesselguckern und Tendenzspielern.

  1. Verlust- oder Gewinnprogression?

Entscheidet ein Spieler sich dafür, nicht mit gleichbleibenden Einsätzen zu spielen, sondern zu progressieren, muss er anschließend überlegen, ob er die Progression lieber auf Verlusten oder Gewinnen aufbaut.

Der Vorteil von Gewinnprogressionen ist, dass sie wesentlich weniger risikoreich und kapitalschonend sind. Allerdings kommen Spieler vor allem dann in Bedrängnis, wenn das Spiel zu Beginn nicht gut läuft. Solche schlechten Anfangsphasen können von Verlustprogressionen meist besser ausgeglichen werden, allerdings ist der Effekt hierbei eher psychischer Natur. Für das Endergebnis ist es irrelevant, wann Gewinne auftreten. Eine Verlustprogression mit Treffern zu Beginn empfinden die meisten Spieler hingegen eher als langweilig, obwohl sie eigentlich zielführend sind.

Ob eine Verlust- oder Gewinnprogression gespielt wird, ist für den Endgewinn in der Regel gleichgültig. Die Entscheidung, welche Art der Steigerung Spieler wählen, sollte deswegen vom Charakter abhängig gemacht werden. Wer Probleme mit der Disziplin hat und bei Verlusten schnell unter Druck gerät, ist paradoxerweise mit einer Verlustprogression meist besser beraten. Mehrere verlorenen Coups in Folge steigern den Einsatz häufig so schnell, dass er wenig Bedürfnis daran hat, das Risiko zusätzlich zu erhöhen. Die Gewinnprogression arbeitet bei erfolglosen Coups hingegen mit gleichbleibenden Einsätzen. Bei vielen Fehlversuchen sind Spieler deswegen häufig in stärkerer Versuchung, mehr zu setzen und so mehr zu riskieren.

Spielt ein disziplinierter Spieler eine Gewinnprogression, ist sie jedoch wesentlich risikoärmer und so in der Lage, Verluste an schlechten Tagen klein zu halten. Erwischt der Spieler eine Glückssträhne, stehen die Gewinne der Verlustprogression in nichts nach. Deswegen ist die Gewinnprogression eigentlich die bessere Wahl. Die bekannteste Gewinnprogression ist das Paroli-Spiel, das problemlos mit dem Tendenzspiel kombiniert werden kann. Wenn Spieler nicht gerne auf Figuren setzen, ist das Nugget-System ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Verluste klein zu halten.

Bei den Verlustprogressionen hat sich die Martingale-Strategie auf Dauer als untauglich erwiesen. Das Risiko ist aufgrund der hohen Einsätze dem möglichen Gewinn nicht angemessen und die kurze Spieldauer erhöht zudem den Spaß am Roulette nicht. Sinnvoller erscheint die d’Alembert-Progression, das Fitzroy-System oder die Montante Americaine. Letztere hat jedoch bei zu vielen Verlusten starke Ähnlichkeit mit einer Martingale-Strategie, sodass auch sie mit Vorsicht gespielt werden sollte. Sie tilgt ebenfalls mit einem Gewinn zwei Verluste und steigt deswegen ähnlich steil an. Allerdings ist jeder andere Strategie dennoch der Martingale vorzuziehen.

Das Problem bei Progressionen besteht darin, dass Spieler versuchen, niedrige verlorene Einsätze mit hohen gewonnen Einsätzen auszugleichen. Dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann, erkennen selbst statistisch nicht besonders bewanderte Menschen schnell. Der Spieler ist aufgrund des Bankvorteils zu jedem Zeitpunkt benachteiligt und kann deswegen auf Dauer nicht gewinnen. Die Folge davon ist, dass Progressionen bis zum bitteren Ende gespielt werden, was häufig den Totalverlust zur Folge hat. Eine solche Niederlage lässt sich jedoch nur schwer wieder ausgleichen.

Deswegen gelten Gewinnprogressionen grundsätzlich als sicherer, obwohl sie natürlich das gleiche Problem aufweisen, wie die Verlustprogressionen. Auch hier ist der Spieler auf Dauer im Nachteil.

Grundsätzlich gilt, dass Verlustprogressionen mit großer Wahrscheinlichkeit einen kleinen Gewinn erzielen, während Gewinnprogressionen mit kleiner Wahrscheinlichkeit einen großen Gewinn liefern.

  1. Persönliche Permanenz nutzen?

Auch bei der Nutzung der persönlichen Permanenz ist das Lager der regelmäßigen Spieler gespalten. Die auch als „Nichts geht“-Fraktion bezeichneten Experten sind der Meinung, dass sich der Aufwand der Analyse der eigenen Permanenz genauso sinnlos ist wie das Tendenzspiel. Sie vertreten die Ansicht, dass Roulette allein durch physische Methoden wie Kesselgucken oder Wurfweite überlistet werden können. Die Suche nach einem erfolgreichen Roulettesystem ist demzufolge zwar interessant, aber wenig aussichtsreich.

Anhänger der persönlichen Permanenz versuchen hingegen, sich nicht nur auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung einer einzelnen Tischpermanenz zu beschränken. Sie sind der Meinung, dass der Zufall Muster bildet und dies nicht nur für einen einzelnen Tisch gilt, sondern ebenfalls für alle geworfenen Zahlen, die ein einzelner Spieler miterlebt.

Um die persönliche Permanenz zu ermitteln, gibt es in der Regel zwei Vorgehensweisen. Die umfangreichere umfasst alle gefallenen Zahlen, was sie sehr arbeitsaufwändig macht. Ihr langfristiges Ziel ist es, sich das Gesetz des Ausgleichs zunutze zu machen. Sind einzelne Chancen nach einer hohen Anzahl von Rotationen benachteiligt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Roulettespiel früher oder später ausgleicht.

Die zweite Methode vermerkt hingegen lediglich mit Plus- und Minuszeichen, ob der Spieler erfolgreich gewettet hat. Hier bilden sich im Laufe der Zeit Figuren und nach der Theorie strebt auch diese Permanenz früher oder später den Ausgleich an. Pechsträhnen, die auf Glückssträhnen folgen, wären demnach mathematisch zu erwarten, da das Gleichgewicht wiederhergestellt wird. Wer in diesen Phasen hohe Einsätze macht, spielt somit gegen seine eigene Permanenz.

Über den Sinn oder Unsinn der persönlichen Permanenz lässt sich vortrefflich streiten. Es verringert die Gewinnchancen in jedem Fall nicht, wenn sie in die Entscheidungen der Satztechnik oder über die Höhe des Einsatzes eingeht. Allerdings sollten sich Spieler davon nicht zu viel versprechen. Grundsätzlich besitzt auch die persönliche Permanenz nämlich das Problem, was auch sonst beim Roulette vorherrscht: Auch wenn es Tendenzen gibt und die gefallenen Chancen früher oder später ausgeglichen sind, kann kein Mensch vorhersagen, wann genau dies passiert. Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung sind grundsätzlich nur bei der Vorhersage für große Mengen an Ereignissen geeignet. Bei einzelnen und noch dazu unabhängigen Ereignissen, wie es beim Roulette der Fall ist, sind jegliche Vorhersagen unsicher.

Dass der Zufall Muster bildet, ist tatsächlich der Fall. Allerdings können diese Muster in jedem Augenblick durch Ausreißer unterbrochen werden. Die Schwierigkeit liegt also nicht nur darin, diese Muster zu erkennen. Zusätzlich lässt sich niemals abschätzen, dass dieses Muster exakt noch einmal so entsteht, wie es mathematisch zu erwarten wäre.

Ob persönliche Permanenzen die Gewinnchancen dennoch erhöhen können, ist jedoch nicht widerlegt. Im Gegenteil arbeitete Marigny de Grilleau ebenfalls mit persönlichen Permanenzen und sogenannten Ecarts. Das von ihm entwickelte System gilt als die einzige Roulette-Strategie, die regelmäßiges Gewinnen möglich macht, obwohl auch dieses auf der Wahrscheinlichkeit eines Ausgleiches basiert. Die Spielbank von Monte Carlo, auf dessen Auftrag hin der Mathematiker das System entwickelte, sieht sich dennoch ungefährdet. Grund dafür ist, dass kaum ein Spieler die Disziplin aufbringen kann, strikt nach Grilleaus Erkenntnissen zu setzen. Zahlreiche gescheiterte Existenzen unterstützen diese Theorie.

Auch wenn viele Spieler der Meinung sind, dass es ausreicht, mit zufällig ausgewählten Permanenzen zu arbeiten, scheint dies nicht der Fall zu sein. Grilleaus System basiert auf selbst miterlebten Würfen und dieser Fakt könnte der entscheidende Unterschied sein. Da die wenigsten Spieler wie Grilleau das Glück haben dürften, für ihre Anwesenheit und Analysen in einer Spielbank bezahlt werden zu dürfen, ist eine aussagekräftige persönliche Permanenz somit fast unerreichbar.

  1. Psychisch stärker werden

Egal, wie gut die Strategie ist: Das beste Roulette System ist sinnlos, wenn es nicht konsequent gespielt wird. Auch wenn die Gewinnchance in der Regel klein ist, kann sie trotzdem genutzt werden – allerdings nur dann, wenn Strategien konsequent zu Ende gespielt werden. Zu viele Menschen verspielen diese Möglichkeit jedoch, weil sie sich nicht an das halten, was sie sich vorgenommen haben. Die häufigsten Fehler, die Roulette Spieler machen, sind Überschreitung des eigenen Limits, abweichende Erhöhungen des Einsatzes und unüberlegte Wechsel der Chancen.

Wer bislang Roulette erfolglos gespielt hat und ehrlich mit sich selbst ist, wird feststellen, dass er selbst seinen Misserfolg herausgefordert hat. Sei es, indem er über sein Tageslimit hinaus weiterspielte oder durch Ungeduld seinen Einsatz erhöhte. Dafür muss sich allerdings kein Spieler schämen. Dieses Verhalten liegt in der menschlichen Natur, die mit dem Reiz des Glücksspiels nur schlecht umgehen kann.

Diese Erkenntnis, dass ein solches Verhalten erfolglose Abende provoziert, ist jedoch der wichtigste Schritt dazu, Roulette auf Dauer erfolgreich zu spielen. Nur wer begreift, wie wichtig Disziplin ist und an sich arbeitet, kann Verluste begrenzen und Gewinne behalten.

Glücklicherweise kann Disziplin trainiert werden. Dafür muss der Spieler sich selbst Aufgaben stellen, die seine Willenskraft herausfordern. Besonders effektive Ziele haben sinnvollerweise mit Roulette zu tun hat, allerdings ist dies nicht zwangsläufig notwendig. Zu Beginn sollte das Vorhaben möglichst einfach umsetzbar sein. Gelingt dies leicht, können die Anforderungen gesteigert werden. Mögliche Ziele sind zum Beispiel der Spielbankbesuch, ohne zu spielen, nur mit einem Fünftel des normalen Einsatzes zu spielen, während das restliche Geld mitgeführt wird oder nur jeden zweiten geeigneten Coup zu spielen.

Auf diese Weise lernt der Spieler, Versuchungen zu widerstehen. Für viele ist es hilfreich, das Ziel niederzuschreiben und den Zettel in der entsprechenden Situation mit sich zu führen. Wird das Ziel erreicht, sollte der Spieler sich mit einer Kleinigkeit belohnen. Das unterstützt das positive Gefühl, das eine erfolgreiche Willensanstrengung mit sich bringt, und führt so dazu, dass Disziplin mit Belohnung verknüpft wird.

Mit  schwieriger werdenden Aufgaben fällt es dem Spieler zunehmend leicht, auch in heiklen Situationen die Nerven zu behalten und sein Risiko nicht zu steigern.

 

Mit Roulette Geld verdienen

Für viele Spieler ist es ein Traum, mit ihrer Leidenschaft Geld zu verdienen. Immer wieder gibt es Medienberichte über Spieler, denen dies gelingt. Sie erspielen teilweise sogar Millionen und besuchen die bekanntesten Casinos der Welt. Doch fast genauso häufig stehen sie am Ende ihrer Karriere vor dem nichts. Erfolgreich Roulette zu spielen kann eine Existenz zerstören, wenn die Glückssträhne schließlich ausbleibt.

Wie viele Spieler tatsächlich dazu in der Lage sind, beim Roulette regelmäßig zu gewinnen, ist unklar. Einige Quellen sprechen von maximal fünfzig Spielern weltweit, die den Status eines Roulette-Profispielers erreichen können und noch aktiv sind.

Roulette-Profis, die über einen längeren Zeitraum erfolgreich bleiben, sind dies in der Regel wegen der folgenden Grundsätze:

  1. Realistisch bleiben!

Jedem Roulette Spieler sollte klar, sein, dass sich das Spiel in jeder Sekunde gegen sie wenden kann. Bei jedem Einsatz muss dies bedacht werden. Viele Roulette-Profispieler begehen allerdings den Fehler, dass sie davon ausgehen, dass sich ihr Erfolg ewig fortsetzen wird. Selbst wenn sie der Versuchung widerstehen können, zu viel zu riskieren, verleitet ein anfänglicher Erfolg dazu, ihr Leben zu ändern.

Roulette-Spieler, die ihren Job aufgeben, um weltweit Casinos zu besuchen, bei Turnieren mitzuspielen und mehr Zeit für das Roulette zu haben, sind am stärksten gefährdet, spielsüchtig zu werden und alles zu verlieren. Die wenigsten Menschen sind dazu in der Lage, der Faszination zu widerstehen, die von schnellen Gewinnen ausgeht. Ist ein Mensch nicht ausreichend in einem Leben verwurzelt, in dem Roulette nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist es wahrscheinlich, dass er früher oder später nicht mehr Herr über seine Spielleidenschaft ist.

Deswegen ist es wichtig, sein Leben nicht für Roulette aufzugeben. Ein regelmäßiges Einkommen sichert nicht nur die Lebensgrundlage und nimmt den Druck, beim Spiel gewinnen zu müssen. Es sorgt auch dafür, dass der Spieler einen festen Bezugspunkt im Leben hat, der verhindert, dass der Spieler Roulette zu wichtig nimmt.

Eines der größten Hindernisse auf dem Weg zum Roulette-Profi stellt die Gefährdung durch die Spielsucht dar. Viele Spieler können zu Beginn Erfolge verbuchen. Das führt dazu, dass sie sich selbst überschätzen und die Gewinnchancen unrealistisch kalkulieren.

Wer sich beispielsweise bei dem Gedanken ertappt, seinen Gewinn von wenigen Wochen gar auf das gesamte Jahr hochzurechnen und dabei noch das erspielte Kapital einsetzt, um es zu vervielfältigen, hat bereits den Bezug zur Realität verloren. Roulette lässt sich niemals berechnen und solche Kalkulationen sind reines Wunschdenken. Verliebt sich ein Spieler zu sehr in solche utopischen Aussichten, ist eine Spielsucht fast schon vorprogrammiert.

Die Spieler gehen nicht nur mehr Risiken ein, sondern können auch mit Rückschlägen schlechter umgehen. Zu verlockend sind Vorstellungen, was sie sich mit dem erspielten Geld alles leisten könnten. Das macht es noch schwieriger, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren und einzusehen, wenn eine Strategie versagt.

Roulette sollten deswegen nur solche Spieler regelmäßig spielen, die Roulette nicht „brauchen“. Wer spielt, um eine Lücke in seinem Leben zu füllen, sollte niemals regelmäßig ins Spielcasino gehen. Dabei ist es egal, ob es sich bei der Lücke um einen finanziellen Engpass oder emotionale Leere handelt.

 

  1. Anonymität wahren

Die besten Roulette Spieler bleiben unerkannt. Wer mit seinen Gewinnen prahlt, gar Kontakt zu Medien sucht und in einzelnen Casinos zu bekannt wird, riskiert nicht nur, vom Aufsichtspersonal kritischer beäugt zu werden, sondern wird auch häufiger angesprochen, was sich negativ auf die Konzentration auswirkt. Zudem entsteht ein Erwartungsdruck durch „Publikum“, der dem Spiel schaden kann und zu risikofreudigerem Spiel verleiten kann.

Zudem erfährt Roulette als Hobby im Internet wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als dies vor zwanzig Jahren der Fall war. Wer sich mit seinen Erfolgen schmückt, wird in Foren und auf Webseiten häufig angefeindet. Spieler, die sich auf ihr Spiel konzentrieren wollen, sollten deswegen den Weg in die Öffentlichkeit gar nicht erst suchen.

Wer seine Gewinne öffentlich macht, riskiert zudem, häufiger von Bedürftigen angesprochen zu werden. Es ist also sinnvoller, seine Freude über Erfolge nur mit seinen engsten Freunden und der Familie zu teilen.

 

  1. Konsequent und diszipliniert spielen

Alle bekannten und über einen längeren Zeitraum erfolgreichen Spieler setzen bei jedem Coups nur einen geringen Einsatz und überschreiten ihr tägliches Limit nicht. Außerdem wissen sie, wann sie aufhören müssen und strapazieren ihr Glück während einer Strähne nicht über.

Bei Gewinnen aufzuhören gilt sogar als noch schwieriger, als das Spiel bei Verlusten zu beenden. Dennoch haben Profi-Spieler im Laufe der Zeit ein Gefühl dafür entwickelt, wenn es besser ist, zu gehen.

Sie spielen dabei grundsätzlich niemals mit dem Ziel, die Bank zu sprengen. Sie erwarten keinen schnellen Reichtum, sondern spielen kontinuierlich mit niedrigen Einsätzen. Deswegen übersteigt ihr Gewinn monatlich auch niemals einen geringen vierstelligen Betrag. Profi-Spieler sehen ihren Erfolg beim Roulette eher als „Zubrot“, denn als Chance, mit einem Gewinn ausgesorgt zu haben.

Damit Roulette Spieler erfolgreich sein können, müssen sie vor allem ihre Disziplin trainieren. Gerade zu beginn sollten die Einsätze niemals mehr als fünfzig Euro übersteigen. Sie müssen lernen, sich zu beherrschen und ihren Risiko sowohl in Gewinn- und auch Verlustphasen immer richtig einzuschätzen.

Bei sogenannten „Highrollern“ handelt es sich so gut wie nie um professionelle Spieler. Auch wenn durch hohe Einsätze spektakuläre Gewinne erzielt werden können, eignen sich hohe Einsätze niemals, um dauerhaft beim Roulette erfolgreich zu sein. Im Gegenteil zwingen sie die Spieler dazu, immer mehr zu riskieren. Bei Verlusten wird es dann umso schwieriger, diese wieder auszugleichen. Auch wer über genügend Kapital verfügt, scheitert früher oder später am Tischlimit. Ein verantwortungsbewusster Spieler, der auf einen regelmäßigen Gewinn abzielt, setzt über den gesamten Abend gleichbleibend niedrige Beträge und fordert sein Glück nicht unnötig heraus. In der Zwischenzeit lernt er den Spieltisch und die Croupiers kennen, weiß über Permanenzen bescheid und kann dieses Wissen dazu nutzen, erfolgreicher zu spielen.

 

  1. Roulette als Arbeit begreifen

Wer dauerhaft Roulette mit dem Ziel zu gewinnen spielt, wird früher oder später weniger Spaß daran haben. Roulette gerät dann zur Pflichtübung, mit der der Spieler seinen Lebensunterhalt bestreitet. Das bedeutet, dass der Nervenkitzel nachlässt, was für einen regelmäßigen Erfolg ohnehin wichtig ist. Das Spiel hat dann wenig mit Ablenkung und Entspannung zu tun, sondern wird zum Mittel zum Zweck.

Die meisten professionellen Roulettespieler büßen also früher oder später ein gehöriges Maß ihrer Leidenschaft für das Glücksspiel ein und spielen meistens nur noch aus Pflichtbewusstsein. Wer sich die Freude am Spiel erhalten möchte, sollte deswegen so wenig wie möglich spielen und vor allem niemals mit dem Vorsatz des Geldverdienens an einen Roulettetisch treten.

 

  1. Das Spiel kennen

Wesentlich für den Erfolg eines Roulette Spielers ist natürlich, dass er das Spiel, seine Regeln und die Mathematik dahinter nicht nur kennt, sondern sich auch zunutze machen kann.

Ein professioneller Roulettespieler lässt sich niemals von Serien dazu verleiten, auf die entgegengesetzte Chance zu setzen, sondern weiß, dass er im Zweifel eher mit der Bank als gegen sie spielen sollte. Er riskiert deswegen auch niemals zu hohe Einsätze, nur weil er denkt, dass die Kugel bald auf ein bestimmtes Feld fallen muss.

Zudem weiß er ebenfalls, welche Chancen am gewinnversprechendsten sind und riskiert sein Geld nicht bei den benachteiligten mehrfachen Chancen. Darüber hinaus überschätzt er seine Gewinnchancen auch nicht und lässt sich nicht von Strategien verleiten, egal wie gut sie beworben werden.

Im Gegenteil versucht er selbst, das Spiel zu verstehen, setzt vorsichtig und zurückhaltend und spielt mit Intuition und kann den jeweiligen Spieltisch einschätzen.

 

  1. Spielsucht vermeiden

Spielsucht wird von den meisten Erkrankten relativ früh wahrgenommen, aber in der Regel verdrängt. Dabei ist eine Spielsucht umso leichter zu besiegen, je früher das Problem erkannt wird. Wer folgenden Anzeichen an sich feststellt, sollte eine Spielpause einlegen oder sich sogar dauerhaft von den Spieltischen fernhalten:

  1. Das Limit wird mehrfach überschritten.
  2. Um weiterspielen zu können, wird Geld genutzt, das im Alltag fehlt.
  3. Geld wird außerhalb eines legalen Rahmens beschafft. Dazu gehört nicht nur offensichtliche Kriminalität, die unbekannten Dritten schadet, sondern gerade das Bestehlen von Familienmitgliedern und Verwandten.
  4. Die Gedanken kreisen ständig um das Roulettespiel. Entspannung ohne das Spiel ist nicht möglich.
  5. Das Roulette-Spiel wird instrumentalisiert, um andere Dinge zu erreichen. Dies passiert vor allem bei Roulette Spielen in Online Casinos schnell. Wer zur Entspannung regelmäßig Online Roulette spielt oder um besser schlafen zu können, ordnet dem Spiel auf diese Weise eine Funktion zu. Diese Instrumentalisierung ist einer der Hauptgründe dafür, dass Süchte entstehen.
  6. Gewinne werden betont, Verluste werden verschwiegen, marginalisiert oder geleugnet. Wer nicht mehr offen über das Resultat eines einzelnen Abends reden möchte oder gar kann und es deswegen vor nahestehenden Personen verschweigt, ist in den meisten Fällen bereits süchtig.
  7. Wer die Einsätze dauerhaft erhöht, ist ebenfalls in der Regel spielsüchtig. Spieler versuchen auf diese Weise ein ähnliches Glücksgefühl zu erleben, wie es zuvor bei Gewinnen auftrat. Damit es in der Intensität ähnlich stark ist, müssen der Gewinn und somit auch der Einsatz erhöht werden. Wer einen starken Drang verspürt, riskanter zu spielen, ist auf dem besten Weg dahin, eine Spielsucht zu entwickeln.
  8. Wichtige Bezugspersonen und der Arbeitsplatz werden vernachlässigt und sogar aufgegeben.
  9. Bei negativen Ereignissen nimmt der innerliche Druck zu, wieder Roulette zu spielen.
  10. Limits und Spielpausen können nicht oder nur schwer eingehalten werden. Wer dauerhaft sein Limit überschreitet und weiter spielt, leidet an einer Spielsucht. Das Gleiche gilt für nicht eingehaltene Spielpausen. Sobald selbstgesetzte Grenzen nicht oder nur mit schlechten Gefühlen wie Gereiztheit, Unruhe oder Aggressionen eingehalten werden können, liegt eine Spielsucht vor.

 

Profi-Tipps für Roulette-Anfänger

Wer schon einmal sein Glück am Roulettetisch versucht hat, wird dabei sehr wahrscheinlich relativ planlos vorgegangen sein. Im Casino war hingegen sicherlich der ein oder andere Spieler anwesend, der die Ergebnisse eifrig mitschrieb und gezielt setzte, ohne dass sein Vorgehen für Anfänger auf den ersten Blick verständlich war. Wer seine Gewinnchancen beim Roulette optimieren und Anfängerfehler vermeiden möchte, kann sich von Roulette-Profis ein paar Tipps abschauen, die ihm dabei helfen.

Dafür ist allerdings ein wenig Hintergrundwissen erforderlich. Die Spieler, die die Ergebnisse vermerkt haben, arbeiten mit Permanenzen, berücksichtigen beim Setzen also, welche Zahlen zuletzt gefallen sind. Relativ wahrscheinlich ist ebenfalls, dass sie ihre persönliche Permanenz ebenfalls ermitteln, um auch im Zufall ihres eigenen Spieles ein Muster zu erkennen und zu nutzen. Die persönliche Permanenz soll an dieser Stelle allerdings unbehandelt bleiben. Falls sie den Erfolg tatsächlich beeinflussen kann, dann nur nach längerer Zeit und einem hohen Analyseaufwand. Wer allerdings plant, regelmäßig Roulette zu spielen, sollte so früh wie möglich damit zu beginnen, sich alle Zahlen und die Permanenz zu notieren. Viele Spieler bereuen es, sie nicht von Beginn an mitgeschrieben zuhaben. Dazu wird jeder gewonnene Coup mit einem Plus vermerkt, während jeder verlorene ein Minus zugewiesen bekommt.

Wichtiger für alle, die damit beginnen wollen, Roulette systematisch zu spielen, ist an dieser Stelle jedoch das Tendenzspiel und das Gesetz der kleinen Zahlen.

 

Das Gesetz der kleinen Zahlen

Mathematisch gesehen gleichen sich alle Zahlen im Laufe der Zeit aus. Sie fallen dann genauso oft, wie sie statistisch erwartet werden. Für eine einzelne Zahl wäre dies also 1/37, für eine einfache Chance 18/37. Das bedeutet, dass in jeder Rotation (37 einzelne Coups) die Zahl genau einmal fällt. Wer jetzt allerdings davon ausgeht, dass eine Zahl, die lange nicht getroffen wurde, bald fallen muss, irrt sich. Tatsächlich ist es nur äußerst selten der Fall, dass innerhalb einer Rotation alle Zahlen getroffen werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt sogar lediglich bei 1,3·10^-15.

Dennoch ist es einer der beliebtesten Anfängerfehler davon auszugehen, dass sich die gezogenen Zahlen früher oder später ausgleichen müssen. An einem Abend wird dies jedoch mit fast vollkommener Sicherheit niemals passieren. Deswegen sollten Einsätze niemals erhöht werden, weil eine Zahl noch nicht gefallen ist und deswegen „bald“ getroffen werden könnte. Roulette hat kein Gedächtnis, merkt sich die Zahlen, die gefallen sind, also nicht. Das Gleiche gilt auch für die einfachen Chancen. Auch bei ihnen ist es jedes Mal gleich wahrscheinlich, dass sie fallen.

Die falsche Annahme, dass sich das Roulette bald ausgleichen muss, wird auch als „Gamblers fallacy“, also „Spielerfehlschluss“ bezeichnet. Bekannt wurde dieses Phänomen als im Monte Carlo der 20er Jahre 27-mal in Folge Schwarz fiel, bevor die Serie schließlich von Rot unterbrochen wurde. Bereits nach dem 15. Coup mit Schwarz als Ergebnis hatten sich Spielerscharen um den entsprechenden Tisch gebildet, von denen nicht wenig Menschen an diesem Abend ein beträchtliches Vermögen verloren. Wer versucht ist, seinen Einsatz zu erhöhen, sollte sich dieses Beispiel vor Augen führen und genauso vorsichtig setzen, wie sonst auch: Seine Gewinnchancen haben sich nämlich nicht verändert.

Das Gesetz der kleinen Zahlen (auch: Zwei-Drittel-Gesetz) ist ein Sonderfall der Poisson-Verteilung. Statistisch gesehen fällt bei einer Rotation ein Drittel der Zahlen gar nicht, ein anderes einmal und ein weiteres Drittel mehrfach. Deswegen ist es erfolgsversprechender auf die bereits gefallenen Zahlen zu setzen. Allerdings sollten Spieler hier genauso beachten, dass diese Werte innerhalb einzelner Rotationen ebenfalls abweichen können.

Auch das Zwei-Drittel-Gesetz ist also keine Gewinngarantie, es verschlechtert die Gewinnchancen jedoch ebenfalls nicht. Eine beliebte Strategie ist es, abzuwarten, bis zwölf Zahlen hintereinander nicht doppelt gefallen sind und dann genau auf diese zwölf zu setzen. Allerdings geschieht dies relativ selten, weswegen Freunde dieser Roulette Strategie häufig mehrere Tische gleichzeitig beobachten. Auch wenn die Chance auf einen Treffer relativ groß ist, geraten Spieler schnell in Verlegenheit. Denn bereits ab dem zweiten erfolglosen Coup ist aufgrund des Tronc, der beim Gewinn auf Einzelzahlen fällig wird, kein Reingewinn mehr möglich.

Das Spiel mit Tendenzen

Viele Roulette-Profispieler schwören auf das Tendenzspiel als Geheimrezept. Das Problem dabei ist allerdings, dass sie nicht nur schwer zu erkennen sind, sondern ebenfalls jederzeit wieder aufhören können. Auch das Tendenzspiel kann also auf Dauer keinen Gewinn garantieren. Zudem ermöglicht es nur selten Einsätze und Spieler müssen ebenfalls mehrere Tische im Auge haben, um Tendenzen ausnutzen zu können.

Grundsätzlich sind Tendenzen sowohl bei einfachen als auch bei mehrfachen Chancen bespielbar. Von einer Tendenz sprechen Spieler dann, wenn die Chancen sich auf bestimmte Arten regelmäßig abwechseln. Dabei gibt es verschieden Möglichkeiten. Eine Abfolge von Schwarz-Schwarz-Schwarz-Rot-Schwarz-Schwarz-Schwarz-Rot-Schwarz-Schwarz-Schwarz-Rot wird auch als Serien-Tendenz bezeichnet. Wer sie rechtzeitig erkennt und auf Schwarz setzt, kann im Gegensatz zum normalen Spiel deutlich mehr Gewinn machen.

Wechseln sich die Serien ab, also beispielsweise Rot-Rot-Rot-Schwarz-Schwarz-Schwarz-Rot-Rot-Rot usw., reden Tendenzspieler von einem Serienwechsel. Auch hier leuchtet schnell ein, welche Farbe bespielt werden muss.

Bei einer Wechseltendenz fallen Rot und Schwarz im Wechsel. Um sich dies zunutze zu machen, setzt der Spieler im auf die entgegengesetzte Chance.

Das Tendenzspiel ist jedoch vor allem deswegen anfällig, weil keine Voraussage möglich ist, wann die Tendenz zu Ende ist. Sobald das Ergebnis eines Coups nicht mehr der Tendenz entspricht, hören Spieler damit auf, zu setzen oder verringern ihren Einsatz sehr stark.

Weitere beliebte Anfängerfehler

Die Martingale-Strategie

Zu den häufigsten Fehlern beim Roulette gehört das Vertrauen auf die Martingale-Strategie. Sie ist wohl das bekannteste Roulettesystem und bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Bei ihr verdoppeln Spieler den Einsatz bei einem Verlust.

Theoretisch ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Strategie erfolgreich ist, auch wenn sie – wie jedes andere Roulette-System auch – mathematisch widerlegt werden kann. Die Überlegung, dass früher oder später die richtige Chance getroffen werden muss, ist jedoch gerade beim Spiel auf einfache Chancen, grundsätzlich richtig, auch wenn dies sehr lange dauern kann.

In der Praxis ist jedoch das Problem, dass eigentlich jedes Casino ein Tischlimit hat, über das der Spieler nicht hinausgehen kann. Beim Verdoppeln steigt der Einsatz jedoch rasant, sodass mehr als sieben bis acht Coups nicht gespielt werden können. Da solche langen Serien nicht selten sind, ist ein Totalverlust wahrscheinlich. Zugleich beträgt das Plus bei einem erfolgreichen Abschluss lediglich den Anfangseinsatz. Das macht die Martingale-Strategie letztlich übermäßig riskant.

„Pflastern“

Als Pflastern wird das gleichzeitige Spiel auf mehrere mehrfache Chancen bezeichnet. Besonders beliebt ist dabei das Setzen auf sehr viele einfache Zahlen. Trifft der Spieler diese Zahl, erhält er 36 Stücke als Gewinn. Im Casino sollte er jedoch eines dieser Stücke als Trinkgeld für die Croupiers in den Tronc geben. Damit er noch Gewinn macht, kann er also maximal 34 Zahlen besetzen. 3 Zahlen bleiben damit unbesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine dieser Zahlen fällt, beträgt also 3/37 und somit 8 % bei jedem Coup. Da der Spieler mit dieser Taktik pro Coup nur 1 Stück Gewinn macht, im Verlustfall jedoch 34 Stücke verliert, ist diese Roulette Strategie letztlich nicht einträglich, auch wenn es zu Beginn so scheint. Eine unbesetzte Zahl fällt im Mittel bei jedem 12. Coups, während 34 benötigt werden, um einen einzelnen Verlust auszugleichen.

Einfache Chancen vernachlässigen und Mehrfacheinsätze

Grundsätzlich wirkt das Spiel auf die einfachen Chancen zwar auf Dauer wenig spannend, allerdings sind die Gewinnchancen hier beim europäischen Roulette am höchsten. Das liegt daran, dass der Einsatz nicht eingezogen wird, wenn die Zéro fällt, sondern „en prison“ geht. Das heißt, der Spieler kann die Hälfte des Einsatzes zurückerhalten oder ihn erneut auf eine einfache Chance setzen, um ihn auszulösen.

Bei den mehrfachen Chancen ist dies nicht der Fall. Deswegen sind sie auf lange Sicht immer dann benachteiligt, wenn die Null fällt. Der Null-Vorteil der Bank ist bei ihnen also doppelt so hoch und beträgt 2,7 %.

Manche Spieler versuchen ihre Gewinnchancen zu erhöhen, indem sie diverse mehrfache Chancen besetzen. Besonders beliebt ist dabei das Spiel auf zwei Dutzend. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der Chancen fällt, ist zwar mit 32/37 relativ hoch, allerdings ist es keine Seltenheit, dass ein Dutzend 15 mal oder noch häufiger hintereinander getroffen wird. Eine absolute Sicherheit gibt es also nicht, und jedes Mal, wenn die 0 fällt, hätte der Spieler besser daran getan, auf eine einfache Chance zu setzen. Zudem ist der notwendige Einsatz ebenfalls unverhältnismäßig hoch. Allerdings erhöht auch das Setzen auf mehrere einfache Chancen die Gewinnwahrscheinlichkeit langfristig nicht.

Angenommen ein Spieler setzt gleichzeitig ein Stück auf Gerade und Schwarz:

  • 10 Zahlen erfüllen beide Bedingungen, der Spieler würde vier Stück erhalten.
  • 16 Zahlen erfüllen eine der Bedingungen, der Spieler würde lediglich seinen Einsatz zurück erhalten.
  • 10 Zahlen erfüllen keine der Bedingungen, der Spieler würde beide Stücke verlieren.
  • Die Null würde dazu führen, dass der Einsatz gesperrt wird.

Als Alternative dient das Setzen von einem Stück auf Schwarz:

  • 18 Zahlen erfüllen die Bedingung, der Spieler erhält bei Gewinn vier Stück.
  • 18 Zahlen erfüllen die Bedingung nicht, der Spieler würde beide Stücke verlieren.
  • Die Null führt zum Sperren des Einsatzes.

Auf den ersten Blick sieht die Kombination aus Gerade und Schwarz als die bessere Alternative aus, weil sie nur bei 10,5 Zahlen (wenn davon ausgegangen wird, dass der Spieler bei Zéro die Hälfte des Einsatzes zurückfordert) zu einem Verlust führen würde, was immerhin einen Unterschied von acht Zahlen ausmacht. Allerdings ist dies auch genau die Anzahl, die zwischen einem höheren Gewinn beim Setzen auf Schwarz steht. Auch wenn der Spieler bei der Kombination beider einfacher Chancen seltener gewinnt, ist die Gewinnerwartung bei beiden Möglichkeiten gleich, sodass es keinen Unterschied gibt.

Einsätze steigern oder nicht?

Grundsätzlich ist dies eine Frage, die die regelmäßigen Roulette-Spieler in zwei Lager spaltet. Während die eine Hälfte der Meinung ist, dass ohne eine gut getimte Steigerung kein Gewinn möglich ist, sind andere durchaus Anhänger der Masse égale. Letztere finden sich vor allem unter den Kesselguckern und Tendenzspieler wieder. Sie sind der Meinung, dass eine Roulette Strategie, die mit Masse égale keinen Gewinn bringt, auch mit einer Einsatzsteigerung nicht erfolgreich sein kann.

Progressionen haben jedoch den Vorteil, dass sie wesentlich spannender zu spielen sind. Das Risiko dabei ist jedoch auch immer, dass Platzer die gesamte Strategie zunichte machen und der Spieler hohe Einsätze verliert. Risikobewusste Spieler sollten deswegen eine möglichst flache Progression wählen, die auf Gewinnen und nicht auf Verlusten aufbaut. Auf diese Weise wird das Kapital geschont, ohne dass der Spielspaß abnimmt.

Die sieben häufigsten Fehler beim Roulette-Spiel

Um kaum ein anderes Glücksspiel ranken sich so viele Mythen wie um das Roulette. Das führt jedoch ebenfalls zu Fehlannahmen und kann sogar einen Totalverlust zur Folge haben. Verantwortlich dafür sind in den meisten Fällen die folgenden Fehler:

  1. Annehmen, die Bank könnte mathematisch überlistet werden.

Roulette ist ein reines Glücksspiel. Es gibt keine Strategien und Systeme, die langfristig erfolgreich sein können. Die Bank gewinnt auf lange Sicht immer 3 % der Einsätze. Die Wahrscheinlichkeit, dass als nächstes „noir“ fällt, steigt nicht, nur weil tausendmal hintereinander „rouge“ fiel. Es gibt keine Möglichkeit, hervorzusagen, was als Nächstes fällt. Dass Spieler dennoch davon ausgehen, dass eine Serie nicht anhalten kann und dann risikofreudiger wetten, wird auch als „Spielerfehlschluss“ bezeichnet.

Viele Strategien basieren jedoch auf dieser falschen Annahme. Auch eine Verdopplungsstrategie ist Teil der meisten Systeme. Obwohl diese in der Theorie noch am erfolgversprechendsten sind, stoßen sie in der Praxis auf zwei Limits: das begrenzte Guthaben des Spielers und das Tischlimit der Casinos. Das führt dazu, dass solche Systeme wesentlich häufiger Totalverluste zur Folge haben, als dass sie langfristig Gewinne beim Roulette garantieren könnten.

Das Gefährlichste bei der Anwendung solcher Roulette Systeme ist, dass sie dem Spieler suggerieren, er hätte Kontrolle über das Spiel. Auf diese Weise überschätzt er seine Gewinnchancen. Folge ist, dass das ursprünglich gesetzte Budget überschritten wird oder das Spiel trotz ansehnlichem Gewinn fortgesetzt wird. Tatsächlich ist dieses Kontrollgefühl eine Illusion. Roulette ist reines Glück.

Wem es gelingt, ein längeres Spiel mit Gewinn abzuschließen, sollte also den Spieltisch verlassen, bevor sich das Blatt wendet.

  1. Auf Kesselgucken und Wurfweitenspiel vertrauen.

Manche Roulette-Spieler verwenden Monate darauf, einschätzen zu können, auf welchem Feld die Kugel landet. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Taktiken. Beim Kesselgucken versucht der Spieler, abzuschätzen, wie die Drehung der Kugel und des Drehkreuzes sich gegenseitig beeinflussen.

Diese Technik wird wesentlich dadurch erschwert, dass rautenförmige Hindernisse (Obstacles) in der Mitte die Kugel zusätzlich abbremsen. Moderne Roulettetische sind zudem schneller geworden, um das Kesselgucken zu verhindern.

Bemerkt ein Casino, dass sich jemand durch Kesselgucken tatsächlich einen Vorteil verschaffen kann, werden zukünftige Coups schneller abgesagt. Dadurch muss der Spieler direkt nach dem Werfen der Kugel setzen, sodass es schwieriger wird, das richtige Feld zu erraten.

Diese Methode lässt sich durch technische Hilfe optimieren. Allerdings sind solche Mittel nicht zulässig und führen bei Entdecken zu Hausverbot. Auch Anzeigen wegen Betrugs können Folgen sein.

Beim Wurfweitenspiel liegt hingegen die Annahme zugrunde, das Croupiers immer ähnlich werfen. Demzufolge ist auch der Abstand zwischen dem Abwurfort und dem Fach, in dem die Kugel landet, immer ähnlich. Die Annahme vergisst allerdings, dass Kessel nicht vollkommen gleich gebaut sind und kein Mensch immer gleich wirft. Es gibt immer leichte Kesselfehler, die auch Einfluss auf die Laufgeschwindigkeit nehmen. Die Obstacles können den Lauf der Kugel entscheidend verändern und es sind Millimeter, die entscheiden, ob sie abgebremst wird, oder nicht. Zudem wirft ein geschulter Croupier nicht immer gleich. Es kann sinnvoll sein, mit sogenannten Kesselspielen auf benachbarten Zahlen zu setzen. Allerdings bemerken gute Croupiers dies ebenfalls und können auch ihr Wurfverhalten ändern.

Das Roulette mit physikalischen Methoden zu überlisten, funktioniert also ebenfalls nicht.

 

  1. Roulette zum Geldverdienen spielen.

Mit Roulette Geld verdienen zu wollen, ist in etwas genauso effektiv, wie seinen Dispokredit auszureizen, um von den Zinsen vom Tagesgeldkonto zu profitieren: Am Ende gewinnt die Bank.

Roulette ist so ausgelegt, dass rund 2,7 % des Einsatzes immer als Gewinn an die Bank fließen, in den USA sind es sogar 5,26 %. Das bedeutet, dass die Bank auf lange Sicht immer gewinnt.

Roulette Fans argumentieren häufig damit, dass das gleichzeitig heißt, dass 97,3 % der Einsätze unter den Spielern verteilt werden. Ein Spielvorteil gegenüber den anderen Spielern würde einen Gewinn somit möglich machen.

Roulette ist jedoch ein reines Glücksspiel. Das bedeutet, dass jederzeit jeder Spieler gleich große Chancen auf einen Gewinn hat. Das lässt sich auch mit noch so ausgeklügelten Systemen nicht umgehen. Sie laufen alle ins Leere und das Glück lässt sich auch hier nicht erzwingen.

Es gibt kein Roulette System, dass die Chancen auf einen Gewinn erhöht. Die Kugel landet durch reinen Zufall auf dem Feld und die Wahrscheinlichkeiten erhöhen sich nicht. Deswegen sollte Roulette niemals mit dem Willen gespielt werden, damit Geld zu verdienen. Im Gegensatz zu Poker oder Blackjack, bei denen mit eigenem Können ein Vorteil gewonnen werden kann, ist dies beim Roulette Spiel nicht möglich.

Im Gegenteil sollten Spieler Roulette ohne Gewinnerwartungen genießen. Es sollte eher wegen des Nervenkitzels und der Atmosphäre gespielt werden.

Zudem ist es außerordentlich wichtig, sich vor dem Spiel ein Limit zu setzen. Es verhindert, dass ein Verlust nicht verkraftbar ist. Bei einem zu großen Verlust steigt nämlich der Drang, dies durch einen Gewinn in der nächsten Runde wieder auszugleichen. Deswegen sollte bei diesem Limit ohne Ausnahme Schluss sein. Dann ist der Verlust zwar ärgerlich, schmerzt jedoch nicht all zu sehr und ist bald wieder vergessen. Wer in der Vergangenheit bereits bemerkt hat, dass es ihm schwerfällt, dieses Limit einzuhalten, sollte einen vertrauenswürdigen und zuverlässigen Partner mit zum Roulette Spiel nehmen, der das Limit kennt und den Spieler zum Aufhören überreden kann.

 

  1. Große Gewinne erzielen wollen.

Große Gewinne erfordern auch hohe Einsätze. Da die Wahrscheinlichkeit zu verlieren die Chance zu gewinnen erheblich übersteigt, sollten Roulette-Spieler vorsichtig setzen. Auf diese Weise ist die Chance auf einen Totalverlust wesentlich geringer und der Spaß am Spiel größer.

Große Gewinne freuen Spieler natürlich trotzdem besonders. Hier liegt jedoch auch eine große Gefahr: Im Gehirn wird Dopamin ausgeschüttet und das Belohnungszentrum aktiviert. Je größer der Gewinn, umso stärker fühlt der Spieler sich belohnt. Gerade große Roulette Gewinne animieren deswegen dazu, immer wieder zu spielen.

Besonders gefährlich daran ist, dass sich der Spieler durch solche Gewinne ein Suchtgedächtnis erwerben kann. Das bedeutet, dass das Gehirn in ein Hormonungleichgewicht gerät. Der normale Zustand wird als weniger gut empfunden und der Spieler hat gelernt, dass nur Gewinne den Belohnungszustand wieder herstellen können.

Das ist deswegen besonders kritisch, weil in der Folge auch „Fast-Gewinne“ dazu führen, dass der Spieler sich belohnt fühlt. An dieser Stelle werden Roulette-Systeme besonders gefährlich, weil sie dem Spieler suggerieren, dass er nur einer bestimmten Strategie folgen muss. Jeder Verlust wird damit zu einem Fast-Gewinn und belohnt den Spieler durch Dopamin-Ausschüttung, die genauso hoch ist, wie bei einem richtigen Gewinn. Damit steigt außerdem der Drang, weiterzuspielen, weil ja früher oder später das richtige Feld kommen muss.

 

  1. Wer auf viele Felder setzt, kann nur gewinnen.

Das sogenannte „Pflastern“ ist gerade unter Anfängern beliebt. Tatsächlich steigen die Gewinnchancen hierdurch nicht. Um überhaupt Gewinn zu machen, muss eine gewisse Anzahl an Feldern frei bleiben. Bei Online Casinos entfällt immerhin der Tronc. In normalen Casinos ist es nämlich üblich, dass den Angestellten ein Stück Trinkgeld gegeben wird, wenn eine Einzelzahl gewinnt. Das führt dazu, dass diese Taktik im realen Leben noch schwieriger zu spielen ist.

  • Je nach Risikofreude dürfen also mindestens 2 Felder nicht besetzt werden.
  • Die Auszahlungsquote beträgt 35:1, also erhält der Spieler bei einem Gewinn 36 Stücke zurück.
  • Um mit der Strategie erfolgreich zu sein, dürfen also in normalen Casinos maximal 34 Felder bespielt werden, beim online Roulette sind es 35.
  • Im Verlustfall würde der Spieler 34 oder 35 Stücke einbüßen.
  • Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahl fällt, die nicht bespielt wird 2/37, bzw. 3/37.
  • Rein statistisch würde also bei jedem 16. bis 12. Coup eine Zahl fallen, die der Spieler nicht bespielt hat, während er 34 bis 35 Mal spielen muss, um einen einzigen Verlust wieder auszugleichen.

Natürlich kann diese Taktik mit viel Glück auch aufgehen, allerdings stehen die Chancen dafür schlechter als bei einer einfachen Chance.

 

  1. Strategien im Internet sind ihr Geld wert.

Wenn dies so wäre, würden die Entwickler solcher Systeme ihre Zeit am Spieltisch verbringen und dieses System nicht selbstlos über das Internet an Fremde verkaufen wollen. Es ist egal, mit welchem angeblichen Gewinn pro Stunde geworben wird oder wie hoch der Betrag ist. Roulette-Systeme führen niemals zu einer Erhöhung der Gewinnchancen und können nicht zuverlässig sein. Auch Bücher, die mit einer „geheimen“ Strategie werben, sind ihr Geld nicht wert.

Demjenigen, der tatsächlich ein funktionierendes System entdeckt und dies veröffentlicht, ist erhebliches Medieninteresse sicher. Solange Spieler also nicht in Tageszeitungen gelesen haben, dass Roulette endlich enträtselt wurde, ist dies auch nicht geschehen und die Systeme sind somit wertlos.

Nicht funktionierende Systeme erkennen Interessenten vor allem daran, dass sie darauf aufbauen, dass eine bestimmte Zahl mehrmals ohne Unterbrechung gefallen ist. Solche Systeme können nicht zuverlässig sein. Auch das Aufteilen des Einsatzes auf verschiedene Felder kann die Gewinnchancen nicht erhöhen.

Manchmal werden Roulette-Systeme kostenlos angeboten. Sie sind dann in der Regel mit einem Hinweis auf Online-Casinos verknüpft, in denen die Spieler das System ausprobieren sollen. Wenn sich der Spieler davon nicht zu viel erwartet und verantwortungsvoll spielt, ist dagegen nicht all zu viel einzuwenden. Die Gewinnchancen werden dadurch jedoch nicht erhöht. Deswegen sollten auch hier Systeme, die auf die Verdoppelung des Einsatzes abzielen, nicht gespielt werden. Eine Ausnahme bietet natürlich Spielgeld, dass keine realen Auswirkungen besitzt.

Eine sehr gute Gedankenübung kann es jedoch sein, die angebotenen Systeme zu dekonstruieren und ihre Schwächen zu entdecken. Auf diese Weise lernen auch Profis noch viel über das Spiel und erliegen nicht der Illusion, dass Roulette beeinflussbar wäre.

  1. Die Intuition entscheidet über Sieg und Niederlage.

Viele Spieler sind der Meinung, dass sie deswegen erfolgreich spielen könnten, weil ihnen ihr Bauchgefühl sagt, wann sie was setzen sollten, und wann sie das Spiel beenden sollten.

Tatsächlich ist es immer gut, wenn ein Spieler weiß, wann er aufhören muss. Das ändert aber auch nichts daran, dass sich seine Glückssträhne nicht dauerhaft fortsetzen wird. Um die Gewinnchancen beim Roulette zu verstehen, ist es wichtig, die sogenannte Permanenz zu kennen. Sie beschreibt die Zahlabfolge, die der Roulettespieler in seinem gesamten Leben erlebt hat. Über einen längeren Zeitraum wird es immer unwahrscheinlicher, dass der Spieler nicht die 3 % an die Bank abtreten muss. Das liegt daran, dass es sehr wohl statistische Ausreißer geben kann, sie sich aber über einen längeren Zeitraum angleichen. Es wird also gerade bei häufigem Spielen immer wahrscheinlicher, dass der Spieler verliert.

Glückssträhnen sorgen jedoch dafür, dass Spieler denken, dass sie das Spiel beeinflussen können. Dies ist wiederum häufig der Grund dafür, dass sie alles verlieren oder sogar spielsüchtig werden.

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